Veröffentlicht am 21. Oktober 2018 - von Veit-Peter Hain

Kranke Zähne sind gefährlich für den gesamten Körper

Zahngesundheit kann chronische Krankheiten im Körper verhindern. Die Voraussetzung, die dafür geschaffen werden muss heißt: Zahnprophylaxe. Das ist die Ausgangssituation: in unserem Mund leben mehr Bakterien als Sie sich vorstellen können. Zusammen bilden diese Bakterien unsere Mundflora. Die meisten dieser Bakterien sind ungefährlich, ja sogar nützlich für unsere Verdauung und Infektionsabwehr. Besiedeln diese Bakterien jedoch ungestört über längere Zeiträume die Oberflächen unserer Zähne, bilden sie einen bakteriellen Zahnbelag (Plaque). Plaque ist der Risikofaktor Nummer Eins für zwei entscheidenden Zahnerkrankungen: Karies und Parodontitis, die Entzündung des Zahnhalteapparates. Je gründlicher dieser Belag entfernt wird oder am Entstehen gehindert wird, desto besser sind Ihre Zähne vor Zahnproblemen geschützt. Genau das ist die Aufgabe der Zahnprophylaxe.

Wie kann man Zahnkaries aufhalten?

Jede Zahnkaries wird durch bestimmte Bakterien ausgelöst. Diese Kariesbakterien leben an bestimmten Stellen in der Mundhöhle und in den Zahnbelägen. Bakterien ernähren sich von Zucker und scheiden als Stoffwechselprodukt Säuren aus, die den Zahnschmelz angreifen, die dann die Karies hervorrufen. Mit der Zeit entstehen so die gefürchteten Löcher im Zahn. Diese können sich bis ins Innere des Zahns ausbreiten. Ein so stark entzündeter, kranker Zahn kann Giftstoffe in die Blutbahn absondern, sodass das Immunsystem unablässig kämpfen muss. Werden die Bakterien in die Blutbahn geschwemmt kann es in besonders schweren Fällen zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und auch Diabetes kommen. Wissenschaftlich ist der Zusammenhang von Parodontitis mit Herzinfarkten, Schlaganfällen und Diabetes erwiesen. Je höher die Konzentration der schädlichen Bakterien in der Mundhöhle ist, um so häufiger leiden Patienten unter dieser Erkrankung.

Wenn die Zähne anfangen locker zu werden-was kann getan werden?

Die in der Werbung häufig als Parodontose bezeichnete Erkrankung heißt medizinisch korrekt „Parodontitis“. Es handelt sich um eine bakterielle Entzündung des Gewebes, das den Zahn umgibt und ihn im Kieferknochen verankert. Die Ansammlung von Plaque auf den Zahnoberflächen führt unbehandelt zur Entzündung des Zahnfleischs. Das Zahnfleisch zieht sich zurück, weil es gegen die Ablagerungen ankämpft. Es entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen, in denen sich Bakterien ansammeln und das Knochengerüst immer mehr angreifen. Die Zähne werden dadurch immer lockerer und können im schlimmsten Fall ausfallen. Auch hier können Bakteriengifte allmählich in den Körper gelangen und dann schwere Krankheiten auslösen.

Lassen sich durch aktives Vorsorgen teure und schmerzhafter Reparaturen verhindern durch sorgfältige Zahnprophylaxe?

Ja, das ist möglich, doch Zähneputzen alleine reicht nicht aus. Zweimal jährlich zum Zahnarzt, die passende Pflege der Zähne und vor allem das richtige Putzen der Zahnzwischenräume sind Voraussetzungen für gesunde Zähne und einen gesunden Mund. Die zusätzlichen Pflegetipps, die Sie dann in der Zahnprophylaxe erhalten sind dabei ein wichtiger Baustein dafür, dass die Pflege umfassend ist und letztlich gelingt.

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