Trotz Corona zum Zahnarzt

Richtig oder falsch?

Diese Frage hat mir eine Menge Kopfzerbrechen bereitet, als das Ausmaß und die möglichen gesundheitlichen Folgen der Corona-Pandemie vor einigen Wochen deutlich wurden.

Ist es zu verantworten, auch weiterhin wie gewohnt zu behandeln? Oder sollen wir nur noch Notfälle versorgen? Oder zeugt es nicht vielmehr von Verantwortung für Patienten, Team und nicht zuletzt für die eigene Familie, die Praxis gleich ganz zu schließen? Woran sollte ich mich orientieren? Keiner - weder Politik, noch Wissenschaft - konnte Verlässliches zur Beantwortung dieser Frage beitragen. Wie auch, wo jeden Tag widersprüchliche Meldungen erschienen und die Unsicherheit die einzige Konstante war.

Jedes Bundesland erließ - von der Richtigkeit des eigenen Tuns medienwirksam überzeugt - unterschiedliche Vorschriften. So waren mancherorts nur noch Notfallbehandlungen erlaubt, andernorts - wie in NRW - gab es keine Einschränkungen. Zur Verunsicherung trug darüber hinaus bei, dass alle medizinischen Fachbereiche - von Psychotherapie bis einschließlich Tiermedizin - als systemrelevant eingestuft wurden - mit Ausnahme der Zahnmedizin. In den Augen des Bundesgesundheitsministers war und ist Ihre zahnmedizinische Versorgung also nicht (system-)relevant. (An dieser Stelle dürfen Sie ruhig kurz innehalten und diese Aussage wirken lassen.)

Natürlich war auch die Sorge um die wirtschaftliche Existenz der Praxis und damit die der Mitarbeiterinnen und der eigenen Familie ein Thema.

Was ist richtig und was ist falsch? Sehr schnell wurde klar, dass diese Frage so nicht zu beantworten war. Es gibt kein klares richtig oder falsch.

Entscheidend für das ganze Team war schließlich unser Vertrauen auf die seit Jahrzehnten gültigen, ständig aktualisierten und in unserer Praxis gelebten Hygienevorschriften. Ergänzt durch weitere, auf die augenblickliche Situation abgestimmte Maßnahmen zum bestmöglichen Schutz von Patienten und Mitarbeiterinnen.

So kamen wir zu der Entscheidung, dass es nicht nur zu verantworten war, sondern dass unsere Verantwortung vielmehr genau darin bestand, für alle Patienten, die unsere Hilfe und Behandlung in Anspruch nehmen wollen, auch da zu sein.

Natürlich haben auch wir nicht dringliche Behandlungen verschoben. Immer dann, wenn Patienten den bekannten Risikogruppen angehörten und/oder ihnen der Weg in die Praxis aufgrund des damit möglichen Infektionsrisikos zu riskant erschien.

All dies hat dazu beigetragen, dass weder bei unseren Patienten, noch im Praxisteam eine Infektion bekannt wurde.

Mit gutem Gewissen zum Zahnarzt – trotz Corona

Durch die mit der Lockerung der allgemeinen Einschränkungen erlassene allgemeine Maskenpflicht ist nun auch der Weg zum Zahnarzt für die meisten Menschen erheblich sicherer geworden. Daher besteht nur noch in Ausnahmefällen Anlass, geplante oder notwendige Behandlungen aufzuschieben. Denn schnell kann aus einem kleinen Defekt ein größerer, aus der gestern noch möglichen Füllung morgen eine Wurzelkanalbehandlung oder eine Krone werden. Und mit dem Behandlungsaufwand steigen leider auch die Kosten.

Die wichtigste Grundlage gesunder und attraktiver Zähne ist natürlich Ihre (!) tägliche Zahnpflege. Aber selbst bei optimaler Zahnpflege bilden sich im Laufe der Zeit Zahnstein, Verfärbungen und versteckte bakterielle Beläge. Daher sind regelmäßige professionelle Zahnreinigungen notwendig, bei denen Ihre Zähne mit modernen Hilfsmitteln sanft und umfassend gereinigt und poliert werden.

Unsicherheit kann krank machen

Wenn Sie dennoch aus grundsätzlichen Erwägungen oder aber aufgrund Ihrer besonderen Situation unsicher sind, ob eine Behandlung oder Prophylaxe notwendig oder sicher ist, können Sie sich auf unserer Website über alle zu Ihrem Schutz getroffenen Maßnahmen informieren. Oder Sie rufen uns an, damit wir Sie beraten können.

Denn eins sollte nicht passieren: Sie sollten nicht aus Unsicherheit heraus krank werden. Gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch sind nicht nur angenehm und schön, sondern auch ein wichtiger Bestandteil und Weg zur allgemeinen Gesundheit.

Bleiben Sie (zahn-)gesund

Veit-Peter Hain und Team

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